Im Sommer 1981 verliebte ich mich in den schönsten Jungen von Biedermannsdorf. Walter Kroboth war von einer geradezu tragischen, ungarischen Wildheit und Eleganz, ohne sich dessen bewusst zu sein. Vielleicht war er sich dieser Qualitäten doch bewusst, auf einer abstrakten Ebene.

Ich taumelte in diesen Tagen nach dem Tod meines…

Weil ich mich gerade daran erinnere: Als ich bei UPC (Liberty Global) arbeitete (Mai 2002 — April 2014), reiste ich oft aus beruflichen Gründen nach Amsterdam. Damals saß das Geld beim Unternehmen locker — wie auch immer — es gab Jahre, da flog ich im Monat 3–4 Mal nach Amsterdam…

Photo by Thom Holmes on Unsplash

Man sagt, das Schreiben ist ein einsamer Job. Das wird der Grund sein, warum es so viele Menschen gibt, die schreiben wollen, ohne Geschichten erzählen zu können. Das Schreiben als eine Tätigkeit, um sich zu isolieren, die Tür hinter sich zuzuklappen. Auch eine Möglichkeit, *Leckt mich am Arsch* zu sagen

Sommer 1980

Wenn es je einen Jungen gab, der den Spitznamen “Fritz the cat” verdient hatte, dann Fritz Kling. Ich lernte ihn im Sommer 1980 am Rande des Fußballfeldes von Biedermannsdorf kennen, wo er im Schatten alter Bäume saß und in der hohlen Hand rauchte. Da war er dreizehn Jahre alt, ich…

Weil es mir gerade einfällt: Ray Bradbury schrieb in seinem Buch Das Zen in der Kunst des Schreibens eine Anektote über die Zeit, als er in Irland wohnte. Er hatte einen Fahrer, einen Einheimischen, der ihn immer mit dem Auto vom Dorf in sein Haus etwas außerhalb brachte. Ein friedlicher Fahrer, an dessen Seite er oft einnickte, weil der Mann so umsichtig und friedlich fuhr.
Eines Tages holte ihn der Fahrer ab und fuhr wie eine gesenkte Sau, raste dahin und fluchte und Bradbury fragte sich, was denn los sei — wagte sich aber nicht, den Mann zu fragen.
Wochen später erfuhr er, dass sein Fahrer lange Zeit schwerer Alkoholiker gewesen sei und immer, wenn er ihn nach Hause fuhr, stockbetrunken gewesen war. An jenem denkwürdigen Abend war der Fahrer zum ersten mal seit unzähligen Jahren nüchtern unterwegs gewesen.

Photo by Michael Herren on Unsplash

Ich stelle mir das ja so vor. Da gibt es einen Ex-Militär und einen ausrangierten Investigativjournalist und einen Ex-Geheimdienstler. Die haben ihre Jobs gekündigt oder wurden entlassen, eventuell konnten sie finanziell vorsorgen aber sie finden keine Arbeit mehr. Scheiße, was tun? Da sitzen sie und scrollen gelangweilt im Internet herum…

Peter Nathschläger

Schriftsteller und Herumtreiber

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